Monolog des Grundes (Akt I)
Erheben sich, die Wände
und Schattenspender
abgelegt auf mir,
dem wandelnden,
schlaftrunkenen Grund.
Du siehst den freien Fall,
fühlst die Dehnung jedes Nagels,
das wenden jedes Blattes,
jedes Steines Reibung.
Du fragst wie viele Zehen,
schweißgetränkter Hautschuppen,
den Grund infiziert haben,
abgeleckt, bespuckt mit ihren irren Gedanken.
Denn wir schlürfen aus den Fugen
den Saft dieses Gefildes, den im Lichte
vertrauten Duft und das Surren,
unaufhörlichen Rauschens der Halme in flachem Wind.
Oh, es ist erbärmlich, Raum geworden zu sein.
Erbärmlich, die Ablagerung auf mir, die Aufschüttung,
Wille und Schwerkraft, und mit ihnen
das Altwerden des Regens,
das Vergessen der Keller,
das Verdunsten des Urins auf Granit,
die Kondensation zwischen den Fenstern,
die Desertifikation der oberen Stockwerke,
ohne nachvollziehbare Kohärenz,
ohne Vorstellung eines Morgen oder eines geschlossenen Auges,
nur das Wesen des Herablassens,
bin ich die Begründung von allem, was keinen Grund hat.
bin ich die Form von allem, was formlos geblieben ist.
Bin ich der Rücken,
Wesen der der unwahrscheinlichen Verteilung der Güter,
einem Schatten auf reflektierender Fläche folgend,
diene ich den Rissen, die nachts auf öffentlichen Plätzen
schlafen unter freiem Beton.
Nie weit sind die nächsten Buchstaben, die
Symbole ferner Symbole,
hausend an Nischen und Orten, die keine Umgebung mehr haben
Nur Gebung, Zentrum, vereint auf meinem Grund
sterben sie an anderen Wörtern.