Spurlos (Das Jetzt kommst nie)
Warum ist eine
weit entfernte Masse
kaum greifbare Landschaft
die Bewegung eines
blassen, entfliehenden Schalls
geworden
Es erinnern einander kaum und ohne Worte
den Beginn der Sätze und das Ende der langen Tage
Körper entgleiten spurlos,
sind des Gefühls der Zeit
und ihrer Dauer beraubt
bis auf weiteres sind wir bodenlos
Begraben im Dreck des Präsens
ohne einen Hauch des Verlustes,
mit falscher Eile dem Lichte folgend
immerzu dem nächsten Tage bergab
der Zeit
existieren genug Menschen
die einer Existenz obsolet
eines Momentes überdrüssig
eines Blickes müde
eines Wortes aus dem Munde mitleidig
geblieben sind, obwohl sie
sich lehnen an Wänden,
bewegen ihr Denken unsicher im Takt
atmen, starren, lachen, auf der Suche nach
Berührung und zustand ich aufrecht
und sehe zu, trotz meiner eigenen, krummen Haltung
nur das, was war
und in Büchern vielleicht stehen könnte
Gehorche der Vorstellung, dem Glauben,
an eine achso grandiose Zeit.
Körperlos bin ich, dem was geschieht,
alles andere als ausgeliefert
blind zur Ruhe gekommen, zu Gunsten einer
ständigen zweiten Meinung
Eines Hintergedanken
Einer Exit-Strategie
Einem Alternativvorschlag
einer durchdachten Abwägung
Kann ich nie dem gerecht werden
was vor mir wird und gebären sich die
Stunden zu Papierstreifen
Die Tage zu Einträgen
Die Jahre zu sinnstiftenden Phrasen
Und ich zu bloß einem der Seeligen, der denkt
über das Glück
und sagt:
Und schön ist bloß,
dass alles vergeht.